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:: WIR TÖTEN STELLA   :: Schauriges und Böses v. Edgar Allen Poe
 
 
Lesung

WIR TÖTEN STELLA
eine Novelle von Marlen Haushofer

Was die Schriftstellerin Marlen Haushofer auszeichnet, ist ihre Fähigkeit, in scheinbar schlichter Sprache messerscharfe Beobachtungen anzustellen, die unter die Haut gehen. So verhält es sich auch mit dieser Novelle, einer furiosen und nüchternen Darstellung der Machtstrukturen einer Familie in einer patriarchalen Gesellschaft.

"WIR TÖTEN STELLA" ist in Form einer Ich - Erzählung geschrieben, in der die Hauptfigur Anna eine Beichte über einen Mord ablegt, der nach dem bürgerlichen Gesetzbuch keiner ist. Das Opfer ist Stella, die jugendliche Naive, die gerade beginnt ihre erwachende Sexualität zu entdecken. Sie erregt die sexuelle Begierde von Richard, einem Anwalt der mit Anna verheirat ist. Richard tut das, was er immer tut, er nimmt sich was er will. Und wenig später stirbt die junge Anna unter den Rädern eines sonnengelben LKWs.
 
Alle erwachsenen Figuren der Geschichte, zu denen auch Luise, die Mutter der Toten gehört, haben ihr ganz eigenes Interesse an der Beseitigung des Opfers. Und was offensichtlich ist, wird nicht gesehen und niemals ausgesprochen: So ist das ungeschriebene Gesetz. Die Spielregeln sind einzuhalten, der äußere Schein, die Norm muß um jeden Preis gewahrt bleiben. Wäre da nicht diese "Beichte" von Anna. Eine Beichte, die uns wie ein kurzes Aufflammen hinter die Fassade einer lieblosen und verlogenen Gesellschaft blicken läßt.
 
Geschrieben wie eine Kriminalgeschichte erinnert "WIR TÖTEN STELLA" in ihrer Thematik an Filme von Claude Chabrol, der mit seinen sozialkritischen Filmwerken die französische Bourgeoisie vorführte, mit ihren schamlosen, brutalen Strukturen unter dem Mantel einer makellosen großbürgerlichen Fassade.
 
Aber anders, als in den Filmen von Chabrol, die einen distanzierten und ironischen Stil haben, sind die Beschreibungen von Marlen Haushofer immer mittendrin im Geschehen und schonungslos gegen sich selbst, eine radikale, kühl beobachtende Selbstreflektion. Denn in ihrem Werk stehen die weiblichen Rollen in diesem Spiel um Macht und Überleben im Zentrum ihrer Betrachtungen. Bekannt wurde die österreichische Schriftstellerin vor allem durch ihren Roman "DIE WAND", der 2012 mit Martina Gedeck in der Hauptrolle verfilmt wurde.
 
"WIR TÖTEN STELLA" ist messerscharf und schonungslos, spannend, kühl und radikal und damit einfach mutig.
  
"Eigentlich kann ich nur leben, wenn ich schreibe" M.H.

 
 
 
Lesung
 
Schauriges und Böses von Edgar Allen Poe

 
Ich habe eine Vorliebe für das Phantastische und Irreale - und für menschliche Abgründe. So liegt es nahe, dass ich mich auch gerne mit dem Werk von Edgar Allen Poe beschäftige. Als wichtigster Vertreter der amerikanischen Romantik sowie Begründer und Meister der Kriminalliteratur hat er in seinen Erzählungen alle Regionen des Menschlichen durchmessen: das Grausige und Groteske, das Abenteuerliche und Utopische. In diese Welt möchte ich Sie mit meiner Lesung entführen.
 
Zur Auswahl stehen: Das verräterische Herz, Das Fass Amontillado, Hopp-Frosch, Berenice, Die Feeninsel, Der schwarze Kater und andere.
 
Ob 40 oder 90 Minuten lang, mit der Dauer der Lesung richte ich mich ganz nach Ihren Wünschen.
 
"Schauriges und Böses" von Edgar Allen Poe ist abgründig und provozierend böse, aber auch ironisch und natürlich spannend - einfach schaurig-schön.
 
Hörprobe:

 
"Die am Tag träumen, kennen viele Dinge, die den Menschen entgehen, die nur nachts träumen." E.A.P.
  

 
"Meine besondere Empfehlung: Schaurig ist auch das erotische Märchen Blaubarts Zimmer. Das finden sie hier :: erotisches."
LITERATUR-PUR
wenn Sie das
Besondere lieben!
... jeder Satz ein Menschengesicht